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Historie

Der Standort Bous/Saar ist in der Montanindustrie nicht unbekannt. Bereits 1886 wurden dort nahtlose Rohre nach dem Mannesmann-Pilgerschrittverfahren gewalzt. Das Werk Bous – die ehemalige Mannesmannröhren-Walzwerk AG – kann für sich in Anspruch nehmen, dass hier die ersten verkaufsfähigen nahtlosen Rohre serienmäßig hergestellt wurden.

Um die Vormaterialversorgung des eigenen Walzwerkes mit hochwertigem Stahl sicherzustellen, wurde 1961 ein Elektrostahlwerk in Betrieb genommen. In den siebziger Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, verfügt das Stahlwerk heute über einen 70-Tonnen-EBT-Drehstromlichtbogenofen, der mit zahlreichen technischen Besonderheiten bestückt ist, so zum Beispiel einer selbstlernenden Elektrodenregelung mit künstlicher Intelligenz. Wir waren dadurch auch in der Lage, andere Rohrfertigungsstätten wie z. B. Mannesmann Röhrenwerke in Rath und Reisholz und British Steel in Bromford/GB mit Vormaterial zu beliefern. 1992 ging die Vakuumentgasungsanlage in Betrieb, die den Reinheitsgrad der hergestellten Stahlgüten deutlich verbesserte. Im Oktober 2005 wurde zur Optimierung der Sekundärmetallurgie und zur Verbesserung der Flexibilität ein neuer Pfannenofen in Betrieb genommen. Seit 1994 produziert das Stahlwerk in Bous neben Röhrenvormaterial auch Ingots für Schmieden in ganz Europa.

1998 übernahm die Georgsmarienhütte Holding GmbH das saarländische Unternehmen. Die Stahlwerk Bous GmbH ist seitdem eine eigenständige Tochtergesellschaft der Holding im Bereich Stahl.